Music: Richard Wagner
Zu neuen Taten, teurer Helde,
wie liebt' ich dich, liess ich dich nicht?
Ein einzig' Sorgen lässt mich säumen:
dass dir zu wenig mein Wert gewann!
Was Götter mich wiesen, gab ich dir:
heiliger Runen reichen Hort;
doch meiner Stärke magdlichen Stamm
nahm mir der Held, dem ich nun mich neige.
Des Wissens bar, doch des Wunsches voll:
an Liebe reich, doch ledig der Kraft:
mögst du die Arme nicht verachten,
die dir nur gönnen, nicht geben mehr kann!
Mehr gabst du, Wunderfrau,
als ich zu wahren weiss.
Nicht zürne, wenn dein Lehren
mich unbelehret liess!
Ein Wissen doch wahr' ich wohl:
dass mir Brünnhilde lebt;
eine Lehre lernt' ich leicht:
Brünnhildes zu gedenken!