Music: Richard Strauss Eh bien! Nun plauder' Sie uns eins, mir und dem Vetter Taverl. Sag' Sie heraus, auf was Sie sich halt in der Eh' am meisten freut. Wo denkt Er hin? Pah! Wo ich hindenk'! Komm' Sie da ganz nah zu mir, dann will ich Ihr erzählen, wo ich hindenk'. Wär' Ihr leicht präferabel, dass man gegen Ihrer den Zeromonienmeister sollt' hervortun? Mit »mille pardons« und »devotion« und »Geh da weg« und »hab Respekt«? Wahrhaftig und ja gefiele mir das besser! Mir auch nicht! Da sieht Sie! Mir auch ganz und gar nicht! Bin einer biedern offenherzigen Galanterie recht zugetan. Wie ist mir denn! Da sitzt ein Lerchenau und karessiert in Ehrbarkeit mein Sopherl, als wär' sie ihm schon angetraut. Und da steht ein Rofrano, grad' als müsst's so sein - ein Graf Rofrano, sonsten nix - der Bruder vom Marchese Obersttruchsess. Das ist ein Kerl, dem möcht' ich wo begegnen mit meinem Degen da, wo ihn kein Wächter schreien hört. ja, das ist alles, was ich möcht'. Ei, lass Er doch, wir sind nicht so vertraut! Geniert Sie sich leicht vor dem Vetter Taverl? Da hat Sie unrecht. Hör Sie, in Paris, wo doch die hohe Schul' ist für Manieren, gibts frei nichts, was unter jungen Eheleuten geschieht, wozu man nicht Einladungen liess ergehen zum Zuschauen, ja an den König selber. Wär' nur die Mauer da von Glas, dass alle bürgerlichen Neidhammel von Wien uns könnten so en famille beisammen so sitzen sehn! Dafür wollt' ich mein Lerchenfelder Eckhaus geben, meiner Seel! Dass ich das Mannsbild sehen muss, so frech, so unverschämt mit ihr. Könnt' ich hinaus und fort von hier! Lass Sie die Flausen nur! Gehört doch jetzo mir! Geht all's recht! Sei Sie gut! Geht alles so wie am Schnürl! Ganz meine Massen! Schultern wie ein Henderl! Hundsmager noch - das macht nichts, aber weiss mit einem Glanz darauf, wie ich ihn ästimier'! Ich hab' halt ja ein lerchenauisch Glück! Ist Sie ein rechter Kapricenschädel. Steigt Ihr das Blut gar in die Wangen, dass man sich die Hand verbrennt? Lass Er die Hand davon! Ist recht ein familiärer Mann, der Herr Baron! Man delektiert sich, was er all's für Einfälle hat, der Herr Baron! Geht mir nichts darüber! Könnt' mich mit Schmachterei und Zärtlichkeit nicht halb so glücklich machen, meiner Seel'! Ich denk' nicht dran, dass ich Ihn glücklich mach'! Sie wird es tun, ob Sie daran wird denken oder nicht. Hinaus! Hinaus! und kein Adieu! Sonst steh' ich nicht dafür dass ich nicht was Verwirrtes tu'! Hinaus aus diesen Stuben! Nur hinaus! Hat nie kein Mann dergleichen Reden nicht zu mir geführt! Möcht' wissen, was Ihm dünkt von mir und Ihm? Was ist Er denn zu mir?