Lyrics: Johannes Georg König
Music: Johannes Georg König/John Philipp Hoffmeister
Ostdeutsche Stadt circa 1994
Da ist nichts mehr von der Wende-Euphorie geblieben
Ein schwarzer Golf, eine Heckscheibe mit Onkelz-Sticker
An manchen ort gehst du nicht nachts und schon gar nicht allein
Bumm, Bumm, Bumm hämmern sie an eure Tür
Bumm, Bumm, Bumm – zwanzig Fäuste gegen vier
Der Club ist umstellt. Deine Beine zittern, Du bist kein Held.
Als die Fenster splittern und deine Nase bricht, lacht er dir ins Gesicht.
Und du rennst durch die Nacht und dein Herz schlägt zum Hals
Auf der Flucht, immer noch, denn bis sie endete niemals
Und du weißt, das ist schon viel zu lange her
Zwei Drittel Himmel ungefähr, ein Drittel mehr, wenn ich geblieben wär
Ostdeutsche Stadt, es ist jetzt 2024
Dieselben Menschen hinter restaurierten Haus-Fassaden
Wo wir uns trafen jetzt ein weißer Strand für die Touristen
An diesem Ort bist du nur noch Gast und nicht mehr zuhaus
Bumm, Bumm, Bumm ist es wieder 94, Du und deine Gang rächen sich für neulich.
Erwischt ihn allein, kickt ihn zu Boden sein erstickter Schrei, in deinen Ohren
Und noch während ihr lauft, weißt du, du musst hier raus.
Und du rennst durch die Nacht und dein Herz schlägt zum Hals
Auf der Flucht, immer noch, denn bis sie endete niemals
Und du weißt, das ist schon viel zu lange her
Zwei Drittel Himmel ungefähr, ein Drittel mehr, wenn ich geblieben wär
Wozu, war das alles gut? Die halbe Stadt tritt sich halb tot
Nix draus gelernt, aber eines stimmt, dass Gewalt nie die Lösung bringt
Und du rennst durch die Nacht und dein Herz schlägt zum Hals
Auf der Flucht, immer noch, denn bis sie endete niemals
Und du weißt, das ist schon viel zu lange her
Zwei Drittel Himmel ungefähr, ein Drittel mehr, wenn ich geblieben wär