Die Meistersinger von Nürnberg (The Mastersingers of Nuremberg): Act I Scene 3: Fanget an! (Walther)

Music: Richard Wagner WALTHER: "Fanget an!" So rief der Lenz in den Wald, dass laut es ihn durchhallt: und wie in fern'ren Wellen der Hall von dannen flieht, von weither naht ein Schwellen, das mächtig näher zieht. Es schwillt und schallt, es tönt der Wald von holder Stimmen Gemenge; nun laut und hell, schon nah zur Stell', wie wächst der Schwall! Wie Glockenhall ertost des Jubels Gedränge! Der Wald, wie bald antwortet er dem Ruf, der neu ihm Leben schuf: stimmte an das süsse Lenzeslied! (Man hört aus dem Gemerk unmutige Seufzer des Merkers und heftiges Anstreichen mit der Kreide. - Auch Walther hat es bemerkt; nach kurzer Störungfahrt er fort.) In einer Dornenhecken, von Neid und Gram verzehrt, musst' er sich da verstecken, der Winter, grimmbewehrt: von dürrem Laub umrauscht, er lauert da und lauscht wie er das frohe Singen zu Schaden könnte bringen. (Er steht vom Stuhle auf) Doch: fanget an! So rief es mir in der Brust, als noch ich von Liebe nicht wusst'. Da fühlt' ich's tief sich regen, als weckt' es mich aus dem Traum; mein Herz mit bebenden Schlägen erfüllte des Busens Raum: (Timpani模仿心跳声) Das Blut, es wallt mit Allgewalt, von neuem Wonne (原geschwellt von neuem) Gefühle, aus warmer Nacht, mit Übermacht, schwillt mir zum Meer der Seufzer Heer in wildem Wonnegewühle. Die Brust mit Lust antwortet sie dem Ruf, der neu ihr Leben schuf; stimmt nun an das hehre Liebeslied. (BECKMESSER den Vorhang aufreissend)