Music: Ludwig van Beethoven
Schmeichelnd hold und lieblich klingen unseres Lebens Harmonien,
und dem Schönheitssinn entschwingen Blumen sich, die ewig blühen.
Fried’ und Freude gleiten freundlich wie der Wellen Wechselspiel;
was sich drängte rauch und feindlich, ordnet sich zu Hochgefühl.
Wenn der Töne Zauber walten und des Wortes Weihe spricht,
muß sich Herrliches gestalten, Nacht und Stürme werden Licht.
Auß’re Ruhe, inn’re Wonne herrschen für den Glücklichen
Doch der Künste Frühlingssonne läßt aus beiden Licht entstehn.
Großes, das ins Herz gedrungen, blüht dann neu und schön empor,
hat ein Geist sich aufgeschwungen, halt ihm stets ein Geisterchor.
Nehmt denn hin, ihr schönen Seelen, froh die Gaben schöner Kunst
Wenn sich Lieb’ und Kraft vermählen, lohnt dem Menschen Göttergunst.