Music: Franz Schubert
Im Winde, im Sturme befahr ich den Fluss,
Die Kleider durchweichet der Regen im Guss.
Ich peitsche die Wellen mit mächtigem Schlag
Erhoffend, erhoffend mir heiteren Tag.
Die Wellen, sie jagen das ächzende Schiff,
Es drohet der Strudel, es drohet der Riff,
Gesteine entkollern den felsigen Höhn,
Und Tannen erseufzen wie Geistergestöhn.
So musste es kommen, ich hab es gewollt,
Ich hasse ein Leben behaglich entrollt,
Und schlängen die Wellen den ächzenden Kahn,
Ich priese doch immer die eigene Bahn.
Drum tose des Wassers ohnmächtiger Zorn,
Dem Herzen entquillet ein seliger Born,
Die Nerven erfrischend, o himmliche Lust!
Dem Sturme zu trotzen mit männlicher Brust.