Die Zauberflöte, K.620 / Act 2:Alles fühlt der Liebe Freuden (Monostatos)

Lyrics: Emanuel Johann Josef Schikaneder Music: Wolfgang Amadeus Mozart (Das Theater verwandelt sich in einen angenehmen Garten; Bäume, die nach Art eines Hufeisens gesetzt sind; in der Mitte siebt eine Laube von Blumen und Rosen, worin Pamina schläft. Der Mond beleuchtet ihr Gesicht. Ganz vorn steht eine Rasenbank, Monostatos kommt, setzt sich nach einer Pause.) MONOSTATOS Alles fühlt der Liebe Freuden, Schnäbelt, tändelt, herzet, küsst; Und ich soll die Liebe meiden, Weil ein Schwarzer hässlich ist. Ist mir denn kein Herz gegeben? Bin ich auch den Mädchen gut? Immer ohne Weibchen leben, Wäre wahrlich Höllenglut. Drum so will ich, weil ich lebe, Schnäbeln, küssen, zärtlich seyn! - Lieber, guter Mond - vergebe Eine Weisse nahm mich ein! - Weiss ist schön! - ich muss sie küssen; Mond! verstecke dich dazu! - Sollt es dich zu seh'n verdriessen, O so mach die Augen zu. (Er schleicht langsam und leise hin.) (Die Königinn kommt unter Donner aus der mittlern Versenkung, und so, dass sie gerade vor Pamina zu stehen kommt.) KÖNIGINN Zurücke! Zurücke! PAMINA (erwacht) Mutter! MONOSTATOS (prallt zurück) O weh! - das ist die Göttin der Nacht. (steht ganz still) PAMINA Mutter! meine Mutter! (sie fällt ihr in die Arme) MONOSTATOS Mutter? Das muss man von weitem belauschen. (schleicht ab) KÖNIGINN Wo ist der Jüngling, den ich an dich sandte? PAMINA Er hat sich den Eingeweihten gewidmet. KÖNIGINN Er ist verloren! - Siehst du hier diesen Stahl? - Er ist für Sarastro geschliffen. - Du wirst ihn tödten, und den mächtigen Sonnenkreis mir überliefern.