Music: Richard Strauss
Elektra!
Ah, das Gesicht!
Ist mein Gesicht dir so verhasst?
Was willst du? Rede, sprich, ergiesse dich,
dann geh und lass mich!
Was hebst du die Hände?
So hob der Vater seine beiden Hände,
da fuhr das Beil hinab und spaltete
sein Fleisch. Was willst du, Tochter meiner Mutter,
Tochter Klytämnestras?
Sie haben etwas Fürchterlichtes vor.
Die beiden Weiber?
Wer?
Nun, meine Mutter
und jenes andre Weib, die Memme, ei,
Aegisth, der tapfre Meuchelmörder, er,
der Heldentaten nur im Bett vollführt.
Was haben sie denn vor?
Sie werfen dich
in einen Turm, wo du von Sonn' und Mond
das Licht nicht sehen wirst.
Sie tun's, ich weiss es,
ich hab's gehört.
Wie hast denn du
es hören können?
An der Tür, Elektra.
Mach keine Türen auf in diesem Haus!
Gepresster Atem, pfui! und Röcheln von Erwürgten,
nichts andres gibt's in diesen Mauern.
Mach keine Türen auf! Schleich nicht herum.
Sitz an der Tür wie ich und wünsch den Tod
und das Gericht herbei auf sie und ihn.