Lyrics: Emanuel Johann Josef Schikaneder Music: Wolfgang Amadeus Mozart PAMINA Soll ich dich, Theurer! nicht mehr seh'n? SARASTRO Ihr werdet froh euch wieder seh'n! - PAMINA Dein warten tödtliche Gefahren! - TAMINO Die Götter mögen mich bewahren! PAMINA Dein warten tödtliche Gefahren! - SARASTRO und TAMINO Die Götter mögen ihn/mich bewahren! - PAMINA Du wirst dem Tode nicht entgehen; Mir flüstert dieses Ahndung ein! - SARASTRO und TAMINO Der Götter Wille mag geschehen; Ihr Wink soll ihm/mir Gesetze seyn! - PAMINA O liebtest du, wie ich dich liebe, Du würdest nicht so ruhig seyn! - SARASTRO und TAMINO Glaub mir, er fühlet / ich fühle gleiche Triebe, Wird/Werd' ewig dein Getreuer seyn! SARASTRO Die Stunde schlägt, nun müsst ihr scheiden; TAMINO und PAMINA Wie bitter sind der Trennung Leiden! SARASTRO Die Stunde schlägt, nun müsst ihr scheiden; TAMINO und PAMINA Wie bitter sind der Trennung Leiden! SARASTRO Tamino muss nun SARASTRO / TAMINO Wieder fort! / Pamina, ich muss TAMINO / SARASTRO / PAMINA Wirklich fort, / Wieder fort! / Tamino muss nun - PAMINA und TAMINO / SARASTRO Wirklich fort! / Die Stunde schlägt, SARASTRO / TAMINO Nun müsst ihr scheiden; / Wie bitter sind der TAMINO / SARASTRO / PAMINA Trennung Leiden! / Tamino muss nun / Tamino! SARASTRO / TAMINO Wieder fort! / Pamina, ich muss TAMINO / SARASTRO / PAMINA Wirklich fort! / Nun wieder fort! / Tamino! SARASTRO Nun muss er fort! TAMINO Nun muss ich fort! PAMINA So musst du fort! - SARASTRO Nun muss er fort! TAMINO Nun muss ich fort! PAMINA So musst du fort! - TAMINO Pamina! PAMINA Tamino! TAMINO und PAMINA Lebe wohl! SARASTRO Nun eile fort! TAMINO und PAMINA Lebe wohl! SARASTRO Dich ruft dein Wort. TAMINO und PAMINA Lebe wohl! SARASTRO / TAMINO und PAMINA Nun eile fort! Dich ruft dein Wort. / Lebe wohl! Lebe wohl! SARASTRO Die Stunde schlägt - TAMINO und PAMINA Ach, goldne Ruhe, - SARASTRO Die Stunde schlägt - TAMINO und PAMINA Ach, goldne Ruhe, SARASTRO / TAMINO und PAMINA Die Stunde schlägt; / Kehre wieder! Wir seh'n uns wieder! / Kehre wieder! TAMINO und PAMINA / SARASTRO Lebe wohl! Lebe wohl! / Wir seh'n uns wieder! (Zwei Priester begleiten Pamina zur Pforte. Sarastro führt Tamino in die entgegengesetzte Richtung, die übrigen Priester folgen ihnen.) (Finsternis. Ein Saal mit vielen Türen. Papageno erwartet Tamino.) PAPAGENO (von aussen) Tamino! Tamino! willst du mich denn gänzlich verlassen? (er sucht herein) Wenn, ich nur wenigstens wüsste, wo ich wäre - (er kommt an die Thüre, wo Tamino abgeführt worden ist.) EINE STIMME (ruft): Zurück! (Dann ein Donnerschlag, das Feuer schlägt zur Thüre heraus; starker Accord.) PAPAGENO Barmherzige Götter! - Wenn ich nur wüsste, wo ich herein kam. (Er kommt an die Thüre, wo er herein kam.) DIE STIMME: Zurück! (Donner, Feuer, und Accord wie oben.) PAPAGENO Nun kann ich weder vorwärts, noch zurück! Muss vieleicht am Ende gar verhungern! (weint) SPRECHER (mit seiner Pyramide) Mensch! du hättest verdient, auf immer in finstern Klüften der Erde zu wandern; - die gütigen Götter aber entlassen der Strafe dich. - Dafür aber wirst du das himmlische Vergnügen der Eingeweihten nie fühlen. PAPAGENO Je nun, es giebt ja noch mehr Leute meines Gleichen. - Mir wäre jetzt ein gut Glas Wein das himmlischeste Vergnügen. (Sogleich kommt ein grosser Becher, mit rothem Wein angefüllt, aus der Erde.) Da ist schon der Wein! SPRECHER Sonst hast du keinen Wunsch in dieser Welt? PAPAGENO (trinkt) - Ha! Dieser Wein ist göttlich! - Mir wird ganz wunderlich ums Herz. - Ich bin jetzt so vergnügt, dass ich bis zur Sonne fliegen wollte, wenn ich Flügel hätte. - Ich möchte - ich wünschte - ja was denn? (Er greift nach seinem Glockenspiel.)