Music: Richard Strauss
Ich will nichts hören. Was aus euch herauskommt,
ist nur der Atem des Aegisth.
Und wenn ich nachts euch wekke, redet ihr
nicht jede etwas andres? Schreist nicht du,
dass meine Augenlider angeschwollen
und meine Leber krank ist, und winselst
nicht du ins andre Ohr, dass du Dämonen
gesehen hast mit langen spitzen Schnäbeln,
die mir das Blut aussagen? zeigst du nicht
die Spuren mir an meinem Fleisch, und folg' ich
dir nicht und schlachte, schlachte, schlachte Opfer um Opfer?
Zerrt ihr mich mit euren Reden
und Gegenreden nicht zu Tod?
Ich will nicht mehr hören: das ist wahr und das ist Lüge.
Was die Wahrheit ist, das bringt kein Mensch heraus.
Wenn sie zu mir redet, was mich zu hören freut,
so will ich horchen, auf was sie redet.
Wenn einer etwas Angenehmes sagt,
und wär' es meine Tochter, wär es die da,
will ich von meiner Seele alle Hüllen
abstreifen und das Fächeln sanfter Luft,
von wo es kommen mag, einlassen, wie
die Kranken tun, wenn sie der kühlen Luft,
am Teiche sitzend, abends ihre Beulen
und all ihr Eiterndes der kühlen Luft
preisgeben abends, und nichts andres denken,
als Linderung zu schaffen.
Lasst mich allein mit ihr.