Brasilienlied

Lyrics: Donatus Fischer Music: Donatus Fischer Wir treten jetzt die Reise Zum Land Brasilien an. Sei bei uns Herr und weise Ja mache selbst die Bahn. Sei bei uns auf dem Meere Mit gnadenreicher Hand, So kommen wir ganz sicher, In das Brasilien-Land. Durch Gott sind wir berufen Sonst käm’s uns nie in Sinn. So glauben wir und wandern Auf sein Geheiß dahin. Gott führt uns auf dem Meere Mit seiner Vaterhand, So kommen wir ganz sicher In das Brasilienland. Doch hier bei uns in Deutschland Herrscht Not und Volksverrat Und weil durch diesen Umstand Beschreiten wir den Pfad Es fliehen all die Jungen Die Zukunft wird verbannt So suchen wir den Frieden In dem Brasilienland Gott schütz Brasiliens Kaiser. In seinem Lebenslauf. Und kröne ihn mit Seegen, Er nimmt uns willig auf. Er will uns auch beschützen, Mit gnadenreicher Hand, So gehen wir mit Freuden In das Brasilienland Schaut auf ihr Unterdrücker Seht wie wir Deutsche fliehn Lebt wohl ihr Volksbetrüger Gott ist uns nun erschien Es bot Brasiliens Kaiser Zur Hilfe uns die Hand Er herrscht mit wahrer Güte In dem Brasilienland Leb wohl mein teures Teutschland Es gibt kein Wiedersehn Wir schaun zurück vom Sandstrand Zum letzten Abschiedsnehm Es wellen nun die Segel Zerschnitten ist das Band Die Flucht führt übers Meere In das Brasilienland Jetzt geht das Schiff in’s Meere Bald ist es in dem Lauf, So falten wir die Hände, Zu Gott seh’n wir hinauf. Er wolle uns beschützen, Mit seiner Vaterhand, So sind wir froh und fahren Jetzt nach Brasilienland. Durch Tag und Nacht wir fahren Durch weite wilde Meer Und vielen jung an Jahren Ist nun das Herz so schwer So viele stolze Klipper Hielten dem Sturm nicht stand Gefährlich ist die Reise In das Brasilienland Die Freudenthränen fließen Vom Aug auf unsern Schooß, Nach überstandenen Leiden, Ist unsere Freude groß. Bald läuft das Schiff in Hafen, Bald treten wir auf’s Land. Gott hat uns wohl begleitet, Mit seiner Vaterhand. Willkommen spricht der Kaiser Willkommen seid ihr mir. Ihr sollt Antheil bekommen An meines Landsrevier. Ich will euch wohl beschützen, Mit gnadenreicher Hand, Ihr meine Unterthanen, In dem Brasilienland. Ach majestät’scher Kaiser, Zu Füßen fallen wir: Ja ja wir huldigen Treue, So lang wir leben hier. Gott höre unser Flehn Nimm unsere Seufzer auf, Was wir allhier geloben, Gott drück das Siegel drauf. So sind wir nun verbunden, In das Brasilienland. Ach Vater bleibe bei uns Mit deiner Vaterhand. Versorge us mit Nahrung Sey bei us in der Noth, Verlaß uns nicht in Leiden Verlaß uns nicht im Tod.