Music: Sylvester Levay
MRS. VAN HOPPER: Sie kennen doch meine Gesellschafterin. Haben Sie sie gesehen?
KELLNER: Bedaure, nein, Madame
MRS. VAN HOPPER: Da bist du ja endlich! Wo um Himmels Willen warst du so lange?
ICH: Ich musste noch die Modezeitschrift holen
MRS. VAN HOPPER: Warum denn das?
ICH: Sie wollten sie lesen, Mrs. Van Hopper
MRS. VAN HOPPER: Ich bezahle für deine Gesellschaft, mein Kind
Und ich hasse es, zu warten
ICH: Sorry, Mrs. Van Hopper
MRS. VAN HOPPER: Keine Sahne!
Dieser Kellner ist ein Vollidiot
ICH: Ich ruf ihn, Mrs. Van Hopper
Bitte, Monsieur
MRS. VAN HOPPER: Nenn ihn nicht Monsieur, und bitte ihn nicht!
ICH: Bitte sehr, etwas Sahne
MRS. VAN HOPPER: Mein Gott!
In Fünf-Sterne-Hotels schenkt der zahlende Gast
Dem Kellner kein Lächeln
ICH: Sorry, Mrs. Van Hopper
MRS. VAN HOPPER: Statt "Bitte" zu sagen, das merk dir, mein Kind
Gibt man hier Befehle
ICH: Ja, Mrs. Van Hopper
MRS. VAN HOPPER: Verwahrlost und elternlos kamst du zu mir
Ich nahm dich aus Mitleid
ICH: Das weiß ich, Mrs. Van Hopper
MRS. VAN HOPPER: Zum Dank muss ich mich täglich für dich genier'n
Und mehr und mehr wird mir klar:
Du wirst niemals eine Lady, weil dir jede Klasse fehlt
Du wirst immer eine kleine, unscheinbare scheue graue Maus sein
So sehr ich mich auch quäle, ganz egal, was ich erzähle
Du wirst es nicht lernen, nein, niemals wirst du eine Lady sein
Hörst du mir überhaupt zu, was gibt's zu glotzen?
In Fünf-Sterne-Hotels, das merk dir, mein Kind
Begafft man nicht Fremde
ICH: Sorry, Mrs. Van Hopper
MRS. VAN HOPPER: Oh, hallo! Na, so was!
Das ist ja Mr. de Winter?
ICH: Ein Bekannter von Ihnen?
MRS. VAN HOPPER: Liest du keine Illustrierten?
ICH: Ich lese lieber Bücher, Mrs. Van Hopper
MRS. VAN HOPPER: In feiner Gesellschaft, muss man wissen, mein Kind
Wer begehrt und verehrt wird
Also, ich haette nicht gedacht, dass er dieses Jahr herkommt
ICH: Wieso, Mrs. Van Hopper?
MRS. VAN HOPPER: Seine Frau Rebecca ist letzten Sommer ertrunken
Eine Tragödie!
Er hat es alles in allem voellig bald aufgeworfen
Das musst du doch mitbekommen haben
Die Zeit ist wahnvoll, das vor allem
ICH: Nein
MRS. VAN HOPPER: Mr. de Winter. Hallo!
MAXIM DE WINTER: Guten Abend
MRS. VAN HOPPER: Oh, wie erinnern Sie sich nicht mehr an mich?
Edith Van Hopper
aus New York!
Dafür haben wir uns in Claridge's kennengelernt
Mit Billy
MAXIM DE WINTER: Ganz angenehm
Ich erinnere mich lebhaft an Sie
MRS. VAN HOPPER: Ich dachte, Sie sind um diese Zeit in Manderley
Sicher faellt es Ihnen nicht leicht, den verwunschene Schloss am Meer zu verlassen
MAXIM DE WINTER: Ja, es ist immer schoen in Manderley
aber ich hatte ploetzlich geträumt von meiner psychischer...Sonne
Und wie gefällt Ihnen Monte Carlo?
ICH: Na ja, also... ich finde es irgendwie alle etwas... unwirklich...
MRS. VAN HOPPER: Sie ist verwöhnt, Mr de Winter
Die meisten Maedchen in ihrem Alter wuerden ihr Augenlicht dafuer geben
einmal Monte zu sehen
MAXIM DE WINTER: Ohne Augenlicht duerfen Sie kommen, was Sie dafuer haben
MRS. VAN HOPPER: Hoer auf! Sie scherzen Mister de Winter
Hat Ihr Butler schon Ihre Sachen ausgepackt?
MAXIM DE WINTER: Ich habe keinen Butler
Vielleicht macht es Ihnen Spass, mir zu helfen
MRS. VAN HOPPER: Vielleicht solltest du Mr de Winter zur Hand gehen
Kofferauspacken kannst du ja
MAXIM DE WINTER: Ein charmantes Angebot, aber mein Motto heisst: Selbst ist der Mann
Es war mir ein Vergnügen, meine Damen
MRS. VAN HOPPER: Sehr abrupt, dieser Abgang, ich fürchte mein Kind
Du hast ihn vertrieben
ICH: Ich?
MRS. VAN HOPPER: Deine vorlaute Antwort war sehr peinlich, mein Kind
Du hast ihn verärgert
ICH: Das war nicht meine Absicht
MRS. VAN HOPPER:Du hast die Unterhaltung auf dich gelenkt
Und mich und dich blamiert
ICH: Ich traf noch keinen Mann wie ihn, so seltsam, so geheimnisvoll
Ich hoff', ich seh' ihn wieder
MRS. VAN HOPPER: Du hast nicht sein Niveau, mein Kind
Du wirst niemals eine Lady, weil dir jede Klasse fehlt
Du wirst immer eine kleine, unscheinbare, scheue graue Maus sein
So sehr ich mich auch plage, es ist sinnlos, was ich sage
Es fehlt dir die Nonchalance, Darling, die Contenance und Elegance
Nicht die geringste Chance, Darling, aus dir wird keine Lady, das steht fest!
Und jetzt komm, mir geht es miserabel. Ich glaube, ich kriege eine Grippe
Ich werde morgen im Bett bleiben