Music: Richard Strauss Quinquin, es ist mein Mann! Nicht dort, dort ist das Vorzimmer. Da sitzen meine Lieferanten und ein halbes Dutzend Lakaien. Da! Zu spät! Sie sind schon in der Garderob'! jetzt bleibt nur eins! Versteck' Er sich! Dort! Ich spring' ihm in den Weg! Ich bleib' bei dir. Dort hinters Bett! Dort in die Vorhäng'. Und rühr' dich nicht. Wenn er mich dort erwischt, was wird aus dir, Theres'? Versteck' Er sich, mein Schatz. Theres! Sei Er ganz still! Das möcht' ich sehn, ob einer sich dort hinübertraut, wenn ich hier steh'. Ich bin kein napolitanscher General: wo ich steh', steh' ich. Sind brave Kerl'n, meine Lakaien, wollen ihn nicht herein lassen, sagen, dass ich schlaf'. Sehr brave Kerl'n! Die Stimm'! Das ist ja gar nicht die Stimm' vom Feldmarschall! Sie sagen »Herr Baron« zu ihm! Das ist ein Fremder. Quinquin, es ist ein Besuch. Fahr' Er schnell in Seine Kleider, aber bleib' Er versteckt, dass die Lakaien Ihn nicht seh'n. Die blöde, grosse Stimm' müsste ich doch kennen. Wer ist denn das? Herrgott, das ist ja der Ochs. Das ist mein Vetter, der Lerchenau, der Ochs aus Lerchenau. Was will denn der? Jesus Maria! Quinquin, hört Er, Quinquin, erinnert Er sich nicht? Vor fünf oder sechs Tagen - den Brief. Wir sind im Wagen gesessen und einen Brief haben sie mir an den Wagenschlag gebracht. Das war der Brief vom Ochs. Und ich hab' keine Ahnung, was drin gestanden ist. Daran ist Er allein schuldig, Quinquin! Belieben Euer Gnaden in der Galerie zu warten! Wo hat Er Seine Manieren gelernt? Der Baron Lerchenau antichambriert nicht. Quinquin, was treibt Er denn? Wo steckt Er denn? Befehl'n fürstli' Gnad'n, i bin halt noch nit recht lang in fürstli'n Dienst. Du, Schatz! Und nicht einmal mehr als ein Busserl kann ich dir geben. Er bricht mir j a die Tür ein, der Herr Vetter. Mach' Er, dass Er hinauskomm'. Schlich Er frech durch die Lakaien durch. Er ist ein blitzgescheiter Lump! Und komm' Er wieder, Schatz, aber in Mannskleidern und durch die vordre Tür, wenn's Ihm beliebt.