Music: Carl-Maria von Weber
Oh, diese Sonne,
Furchtbar steigt sie mir empor!
Leid oder Wonne,
Beides ruht in deinem Rohr!
Ach, ich muss verzagen,
Dass der Schuss gelingt!
Dann musst du entsagen!
Leid oder Wonne,
Beides ruht in deinem Rohr!
Nur ein keckes Wagen
Ist's; was Glück erringt!
Agathen entsagen,
Wie könnt' ich's ertragen?
Doch mich verfolget Missgeschick!
Seht, wie düster ist sein Blick!
Ahnung scheint ihn zu durchbeben!
O lass Hoffnung dich beleben,
Und vertraue dem Geschick!
O lass Hoffnung dich beleben,
Und vertraue dem Geschick!
Weh mir! mich verliess das Glück!
O vertraue!
Unsichtbare Mächte grollen,
Bange Ahnung füllt die Brust!
O vertraue dem Geschick!
Unsichtbare Mächte grollen,
Bange Ahnung füllt die Brust!
Nimmer trüg' ich den Verlust!
So's des Himmels Mächte wollen,
Dann trag männlich den Verlust!
Mag Fortunas Kugel rollen;
Wer sich höhrer Kraft bewusst,
Trotzt dem Wechsel und Verlust!
Agathen entsagen,
Wie könnt' ich's ertragen!
Nimmer trüg' ich den Verlust! Nimmer!
Nein, nein, nimmer trüg er den Verlust! Nein!
Mein Sohn, nur Mut!
Wer Gott vertraut, baut gut! -
Jetzt auf! In Bergen und Klüften
Tobt morgen der freudige Krieg!
Das Wild in Fluren und Triften,
Der Aar in Wolken und Lüften
Ist unser, und unser der Sieg!
Lasst lustig die Hörner erschallen!
Wir lassen die Hörner erschallen!
Wenn wiederum Abend ergraut,
Soll Echo und Felsenwand hallen:
Sa! Hussah, dem Bräut gam, der Braut!