Music: Richard Strauss
Wie du warst! Wie du bist! Das weiss niemand, das ahnt keiner!
Beklagt Er sich über das, Quinquin?
Möcht' Er, dass viele das wüssten?
Engel! Nein! Selig bin ich, dass ich der Einzige bin, der weiss,
wie du bist! Keiner ahnt es!
Niemand weiss es!
Du, du, du! -
Was heisst das »Du«?
Was »du und ich«?
Hat denn das einen Sinn?
Das sind Worte, blosse Worte, nicht?
Du, sag'! Aber dennoch: Es ist etwas in ihnen; ein Schwindeln,
ein Ziehen, ein Sehnen und Drängen, ein Schmachten und Brennen:
Wie jetzt meine Hand zu deiner Hand kommt, das Zudirwollen,
das Dichumklammern, das bin ich, das will zu dir; aber das Ich vergeht in dem Du ...
Ich bin dein Bub', aber wenn mir dann Hören und Sehen vergeht - wo ist dann dein Bub?
Du bist mein Bub', du bist mein Schatz! Ich hab' dich lieb!
Warum ist Tag? Ich will nicht den Tag!
Für was ist der Tag! Da haben dich alle! Finster soll sein!
Lachst du mich aus?
Lach' ich dich aus?
Engel!
Schatz du, mein junger Schatz. Horch!
Ich will nicht.
Still, pass auf!
Ich will nichts hören! Was wird's denn sein?
Sind's leicht Laufer mit Briefen und Komplimenten?
Vom Saurau, vom Hartig, vom portugieser Envoyé?
Hier kommt mir keiner herein! Hier bin ich der Herr!
Schnell, da versteck' Er sich! Das Frühstück ist's.
Schmeiss' Er doch den Degen hinters Bett.
Er Katzenkopf, Er Unvorsichtiger!
Lässt man in einer Dame Schlafzimmer seinen Degen herumliegen?
Hat Er keine besseren Gepflogenheiten?
Wenn Ihr zu dumm ist, wie ich mich benehm', und wenn Ihr abgeht,
dass ich kein Geübter in solchen Sachen bin,
dann weiss ich überhaupt nicht, was Sie an mir hat!
Philosophier' Er nicht, Herr Schatz, und komm Er her.
jetzt wird gefrühstückt. Jedes Ding hat seine Zeit.