蜘蛛丝

Am Ende dieser gefallenen Welt Umarmt das ewig rote Licht Durchschreitet die Sühne schwer Der weiße Lotus will Jahrtausende gehn Plötzlich im Blickfeld mittendrin Gegen die schwankende Gefühlsinbrunst Der grade silberne Faden schwebt Und flüstert leise in meiner Hand „…Ganz sicher ist es diese Absicht nur.“ Ein Märchen, wie man eine Spinne fasst Wer auch immer du auf Erden magst sein Auch wenn du ein Tor ohne Erlösung bist An das liebesgleiche Los, das bald zerreißt Hab ich mich festgeklammert leis Ich seh, der Faden spiegelt Höllenbrand Und weiß, er leuchtet in rotem Schein — Doch ich kann mich nur an ihn hängen Mehr vermag ich einfach nicht zu sein. Im Herzen dieser gefallenen Welt Greift nach dem endlosen Traum nun schnell Ich blick hinab in den tiefsten Grund Tausende Glieder hängen an ihm kund Wie weit bin ich schon hergekommen? Wie sehr hab ich mich abgerungen? Das Schluchzen gleicht dem Blutsee gleich Das Wimmern ist der Sünder Zeichen Du hast mir niemals die Hand gereicht Du siehst nur, wie ich mich verzweifle Und lachst leise über meine Pein So wie ich einst zu dir getan hab einst „…Trotzdem hab ich dich immer geliebt.“ Ein Märchen, wie man eine Spinne fasst Auch wenn du selbst ein Gott gewesen wärst Der Buddha, der Erlösung uns beschert An das liebesgleiche Los, das bald zerreißt Hab ich mich verzweifelt festgeklebt Ich seh, der Faden spiegelt Höllenbrand Und weiß, er leuchtet in rotem Schein — Doch ich kann mich nur an ihn hängen Anders gibt es für mich keinen Sinn Wer auch immer du auf Erden magst sein Auch wenn du ein Tor ohne Erlösung bist Nach dem Los, das bald in Stücke bricht Hab ich nach dieser „Liebe“ gesehnt „Dieser Faden ist mein eigener Wille!“ Schrei ich, bis der Wolkenriss zerschellt, ach — Doch ich kann mich nicht einmal hängen An diesen Faden, bin ich ganz allein