Music: Richard Wagner Westwärts, schweift der Blick:, ostwärts, streicht das Schiff. Frisch weht der Wind, der Heimat zu:, mein irisch Kind, wo weilest du? Sind's deiner Seufzer Wehen, die mir die Segel blähen? Wehe, wehe, du Wind! Weh, ach wehe, mein Kind! Irische Maid, du wilde, minnige Maid! Wer wagt mich zu höhnen? Brangäne, du? Sag --- wo sind wir? Blaue Streifen, stiegen im Westen auf; sanft und schnell, segelt das Schiff:, auf ruhiger See vor Abend, erreichen wir sicher das Land. Welches Land? Kornwalls grünen Strand. Nimmermehr! Nicht heut noch morgen! Was hör' ich? Herrin! Ha! Entartet Geschlecht! Unwert der Ahnen! Wohin, Mutter, vergabst du die Macht, über Meer und Sturm zu gebieten? O zahme Kunst, der Zauberin, die nur Balsamtränke noch braut! Erwache mir wieder, kühne Gewalt; herauf aus dem Busen, wo du dich bargst! Hört meinen Willen, zagende Winde! Heran zu Kampf, und Wettergetös'! Zu tobender Stürme, wütendem Wirbel! Treibt aus dem Schlaf, dies träumende Meer, weckt aus dem Grund, seine grollende Gier! Zeigt ihm die Beute, die ich ihm biete! Zerschlag es dies trotzige Schiff, des zerschellten Trümmer verschling's! Und was auf ihm lebt, den wehenden Atem, den lass ich euch Winden zum Lohn! O weh! Ach! Ach, des Übels, das ich geahnt! Isolde! Herrin! Teures Herz! Was bargst du mir so lang? Nicht eine Träne, weintest du Vater und Mutter; kaum einen Gruss, den Bleibenden botest du. Von der Heimat scheidend, kalt und stumm, bleich und schweigend, auf der Fahrt; ohne Nahrung, ohne Schlaf; starr und elend, wild verstört:, wie ertrug ich, so dich sehend, nichts dir mehr zu sein, fremd vor dir zu stehn? Oh, nun melde, was dich müht? Sage, künde, was dich quält? Herrin Isolde, trauteste Holde, soll sie wert sich dir wähnen, vertraue nun Brangänen! Luft! Luft! Mir erstickt das Herz! Öffne! Öffne dort weit。