Siegfried, Act I, Scene 3, V, Her mit den Stücken

Her mit den Stücken! Fort mit dem Stümper! Des Vaters Stahl fügt sich wohl mir: ich selbst schweiße das Schwert! Hättest du fleißig die Kunst gepflegt, jetzt käm’ dir’s wahrlich zugut; doch lässig warst du stets in der Lehr’: was willst du Rechtes nun rüsten? Was der Meister nicht kann, vermöcht’ es der Knabe, hätt’ er ihm immer gehorcht? Jetzt mach’ dich fort, misch’ dich nicht drein: sonst fällst du mir mit ins Feuer! Was machst du denn da? Nimm doch die Löte: den Brei braut’ ich schon längst. Fort mit dem Brei! Ich brauch’ ihn nicht: mit Pappe back’ ich kein Schwert! Du zerfeilst die Feile, zerreibst die Raspel: wie willst du den Stahl zerstampfen? Zersponnen muß ich in Späne ihn sehn: was entzwei ist, zwing’ ich mir so Hier hilft kein Kluger, das seh’ ich klar: hier hilft dem Dummen die Dummheit allein! Wie er sich rührt und mächtig regt: ihm schwindet der Stahl, doch wird ihm nicht schwül! – Nun ward ich so alt wie Höhl’ und Wald, und hab’ nicht so was gesehn! – Mit dem Schwert gelingt’s, das lern’ ich wohl: furchtlos fegt er’s zu ganz. Der Wand’rer wußt’ es gut! – Wie berg’ ich nun mein banges Haupt? Dem kühnen Knaben verfiel’s, lehrt’ ihn nicht Fafner die Furcht. – Doch weh’ mir Armen! Wie würgt’ er den Wurm, erführ’ er das Fürchten von ihm? Wie erräng’ er mir den Ring? Verfluchte Klemme! Da klebt’ ich fest, fänd’ ich nicht klugen Rat, wie den Furchtlosen selbst ich bezwäng’. – He, Mime! Geschwind! Wie heißt das Schwert, das ich in Späne zersponnen? Notung nennt sich das neidliche Schwert: deine Mutter gab mir die Mär.