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Margaret Price, Brigitte Fassbaender, Staatskapelle Dresden, Carlos Kleiber, Richard Wagner - Tristan und Isolde, Act I:Weh, ach wehe! Dies zu dulden Lyrics | Lyrics365

Tristan und Isolde, Act I:Weh, ach wehe! Dies zu dulden

Lyrics: Richard Wagner Music: Richard Wagner Weh, ach wehe! Dies zu dulden! Doch nun von Tristan! Genau will ich's vernehmen. Ach, frage nicht! Frei sag's ohne Furcht! Mit höf'schen Worten wich er aus. Doch als du deutlich mahntest? Da ich zur Stell' ihn zu dir rief: wo er auch steh', so sagte er, getreulich dien' er ihr, der Frauen höchster Ehr'; liess' er das Steuer jetzt zur Stund', wie lenkt' er sicher den Kiel zu König Markes Land? Wie lenkt' er sicher den Kiel zu König Markes Land?« Den Zins ihm auszuzahlen, den er aus Irland zog! Auf deine eignen Worte, als ich ihm die entbot, liess seinen Treuen Kurwenal --- Den hab ich wohl vernommen, kein Wort, das mir entging. Erfuhrest du meine Schmach, nun höre, was sie mir schuf. Wie lachend sie mir Lieder singen, wohl könnt' auch ich erwidern von einem Kahn, der klein und arm an Irlands Küste schwamm, darinnen krank ein siecher Mann elend im Sterben lag. Isoldes Kunst ward ihm bekannt; mit Heilsalben und Balsamsaft der Wunde, die ihn plagte, getreulich pflag sie da. Der »Tantris« mit sorgender List sich nannte, als Tristan Isold' ihn bald erkannte, da in des Müss'gen Schwerte eine Scharte sie gewahrte, darin genau sich fügt' ein Splitter, den einst im Haupt des Iren-Ritter, zum Hohn ihr heimgesandt, mit kund'ger Hand sie fand. Da schrie's mir auf aus tiefstem Grund! Mit dem hellen Schwert ich vor ihm stund, an ihm, dem Überfrechen, Herrn Morolds Tod zu rächen. Von seinem Lager blickt' er her --- nicht auf das Schwert, nicht auf die Hand --- er sah mir in die Augen. Seines Elendes jammerte mich! --- Das Schwert --- ich liess es fallen! Die Morold schlug, die Wunde, sie heilt' ich, dass er gesunde und heim nach Hause kehre mit dem Blick mich nicht mehr beschwere! O Wunder! Wo hatt' ich die Augen? Der Gast, den einst ich pflegen half? Sein Lob hörtest du eben: »Hei! Unser Held Tristan« --- der war jener traur'ge Mann. Er schwur mit tausend Eiden mir ew'gen Dank und Treue! Nun hör, wie ein Held Eide hält! Den als Tantris unerkannt ich entlassen, als Tristan kehrt' er kühn zurück; auf stolzem Schiff, von hohem Bord, Irlands Erbin begehrt' er zur Eh' für Kornwalls müden König, für Marke, seinen Ohm. Da Morold lebte, wer hätt' es gewagt uns je solche Schmach zu bieten? Für der zinspflicht'gen Kornen Fürsten um Irlands Krone zu werben! Ach, wehe mir! Ich ja war's, die heimlich selbst die Schmach sich schuf! Das rächende Schwert, statt es zu schwingen, machtlos liess ich's fallen! Nun dien' ich dem Vasallen! Da Friede, Sühn' und Freundschaft von allen ward beschworen, wir freuten uns all' des Tags; wie ahnte mir da, dass dir es Kummer schüf'? O blinde Augen, blöde Herzen! Zahmer Mut, verzagtes Schweigen! Wie anders prahlte Tristan aus, was ich verschlossen hielt! Die schweigend ihm das Leben gab, vor Feindes Rache ihn schweigend barg; was stumm ihr Schutz zum Heil ihm schuf --- mit ihr gab er es preis! Wie siegprangend heil und hehr, laut und hell »Das wär ein Schatz, mein Herr und Ohm; wie dünkt Euch die zur Eh'? Die schmucke Irin hol' ich her; mit Steg' und Wegen wohlbekannt, ein Wink, ich flieg' nach Irenland: Isolde, die ist Euer! Mir lacht das Abenteuer!« Fluch dir, Verruchter! Fluch deinem Haupt! Rache! Tod! Tod uns beiden! O Süsse! Traute! Teure! Holde! Goldne Herrin! Lieb' Isolde! Hör mich! Komme! Setz dich her! Welcher Wahn, welch eitles Zürnen! Wie magst du dich betören, nicht hell zu sehn noch hören? Was je Herr Tristan dir verdankte, sag, konnt' er's höher lohnen als mit der herrlichsten der Kronen? So dient' er treu dem edlen Ohm; dir gab er der Welt begehrlichsten Lohn: dem eignen Erbe, echt und edel, entsagt' er zu deinen Füssen, als Königin dich zu grüssen! Und warb er Marke dir zum Gemahl, wie wolltest du die Wahl doch schelten, muss er nicht wert dir gelten? Von edler Art und mildem Mut, wer gliche dem Mann an Macht und Glanz? Dem ein hehrster Held so treulich dient, wer möchte sein Glück nicht teilen, als Gattin bei ihm weilen? Ungeminnt den hehrsten Mann stets mir nah zu sehen! Wie könnt' ich die Qual bestehen? Was wähnst du, Arge? Ungeminnt? --- Wo lebte der Mann, der dich nicht liebte? Der Isolde säh' und in Isolden selig nicht ganz verging'? Doch der dir erkoren, wär' er so kalt, zög' ihn von dir ein Zauber ab: den bösen wüsst' ich bald zu binden. Ihn bannte der Minne Macht. Kennst du der Mutter Künste nicht? Wähnst du, die alles klug erwägt, ohne Rat in fremdes Land hätt' sie mit dir mich entsandt? Der Mutter Rat gemahnt mich recht; willkommen preis' ich ihre Kunst: Rache für den Verrat, Ruh' in der Not dem Herzen! Den Schrein dort bring mir her! Er birgt, was Heil dir frommt. So reihte sie die Mutter, die mächt'gen Zaubertränke. Für Weh und Wunden Balsam hier; für böse Gifte Gegengift. Den hehrsten Trank, ich halt' ihn hier. Du irrst, ich kenn' ihn besser; ein starkes Zeichen schnitt ich ihm ein. Der Trank ist's, der mir taugt! Der Todestrank! Ho! He! Ha! He! Am Untermast die Segel ein! Ho! He! Ha! He! Das deutet schnelle Fahrt. Weh mir! Nahe das Land!