Music: Richard Wagner O sink hernieder, Nacht der Liebe, gib Vergessen, dass ich lebe; nimm mich auf in deinen Schoss, löse von der Welt mich los! Verloschen nun die letzte Leuchte; was wir dachten, was uns deuchte; all Gedenken --- all Gemahnen --- heil'ger Dämm'rung hehres Ahnen löscht des Wähnens Graus welterlösend aus. Barg im Busen uns sich die Sonne, leuchten lachend Sterne der Wonne. Von deinem Zauber sanft umsponnen, vor deinen Augen süss zerronnen; Herz an Herz dir, Mund an Mund; eines Atems ein'ger Bund; bricht mein Blick sich wonnerblindet, erbleicht die Welt mit ihrem Blenden: die uns der Tag trügend erhellt, zu täuschendem Wahn entgegengestellt, selbst dann bin ich die Welt: Wonne-hehrstes Weben, Liebe-heiligstes Leben, Nie-wieder-Erwachens wahnlos hold bewusster Wunsch. Einsam wachend in der Nacht, wem der Traum der Liebe lacht, hab der Einen Ruf in acht, die den Schläfern Schlimmes ahnt, bange zum Erwachen mahnt. Habet acht! Habet acht! Bald entweicht die Nacht