Music: Richard Wagner Zur Burg führt die Brücke, leicht, doch fest eurem Fuss: beschreitet kühn ihren schrecklosen Pfad! Abendlich strahlt der Sonne Auge; in prächtiger Glut prangt glänzend die Burg. In des Morgens Scheine mutig erschimmernd, lag sie herrenlos, hehr verlockend vor mir. Von Morgen bis Abend, in Müh' und Angst, nicht wonnig ward sie gewonnen! Es naht die Nacht: vor ihrem Neid biete sie Bergung nun. So grüss' ich die Burg, sicher vor Bang' und Grau'n! Folge mir, Frau: in Walhall wohne mit mir! Was deutet der Name? Nie, dünkt mich, hört' ich ihn nennen. Was, mächtig der Furcht, mein Mut mir erfand, wenn siegend es lebt, leg' es den Sinn dir dar! Ihrem Ende eilen sie zu, die so stark in Bestehen sich wähnen. Fast schäm' ich mich, mit ihnen zu schaffen; zur leckenden Lohe mich wieder zu wandeln, spür' ich lockende Lust: sie aufzuzehren, die einst mich gezähmt, statt mit den Blinden blöd zu vergehn, und wären es göttlichste Götter! Nicht dumm dünkte mich das! Bedenken will ich's: wer weiss, was ich tu'!