Lyrics: Richard Wagner
Music: Richard Wagner
Die beiden Knappen haben sich dem Hintergrunde zugewendet und blicken nach rechts
ZWEITER KNAPPE:Seht dort die wilde Reiterin!
ERSTER KNAPPE:Hei!
Wie fliegen der TeufelsmÀhre die MÀhnen!
ZWEITER RITTER:Ha! Kundry dort?
ERSTER RITTER:Die bringt wohl wicht'ge Kunde?
ZWEITER KNAPPE:Die MĂ€hre taumelt.
ERSTER KNAPPE:Flog sie durch die Luft?
ZWEITER KNAPPE:Jetzt kriecht sie am Boden hin.
ERSTER KNAPPE:Mit den MĂ€hnen fegt sie das Moos.
ZWEITER RITTER:Da schwingt sich die Wilde herab!
Kundry stĂŒrzt hastig, fast taumelnd, herein.
KUNDRY:Hier? Nimm du! - Balsam ...
GURNEMANZ:Woher brachtest du dies?
KUNDRY:Von weiter her, als du denken kannst:
hilft der Balsam nicht,
Arabia birgt dann
nichts mehr zu seinem Heil. -
Frag nicht weiter! - Ich bin mĂŒde.
Sie wirft sich an den Boden.
GURNEMANZ:Er naht - sie bringen ihn getragen. -
O weh! Wie trag ich's im GemĂŒte,
in seiner Mannheit stolzer BlĂŒte
des siegreichsten Geschlechtes Herrn
als seines Siechtums Knecht zu sehn!
Behutsam! Hört, der König stöhnt.
Die Knappen halten an und stellen das Siechbett nieder