Siegfried, Act I, Scene I, I, Zwangvolle Plage! Müh ohne Zweck!

Zwangvolle Plage! Müh’ ohne Zweck! Das beste Schwert, das je ich geschweißt, in der Riesen Fäusten hielte es fest: doch dem ich’s geschmiedet, der schmähliche Knabe, er knickt und schmeißt es entzwei, als schüf’ ich Kindergeschmeid! – Es gibt ein Schwert, das er nicht zerschwänge: Notungs Trümmer zertrotzt’ er mir nicht, könnt’ ich die starken Stücke schweißen, die meine Kunst nicht zu kitten weiß! Könnt’ ich’s dem Kühnen schmieden, meiner Schmach erlangt’ ich da Lohn! – Fafner, der wilde Wurm, lagert im finstren Wald; mit des furchtbaren Leibes Wucht der Niblungen Hort hütet er dort. Siegfrieds kindischer Kraft erläge wohl Fafners Leib: des Niblungen Ring erränge er mir. Ein Schwert nur taugt zu der Tat; nur Notung nützt meinem Neid, wenn Siegfried sehrend ihn schwingt: und ich kann’s nicht schweißen, Notung, das Schwert! – Zwangvolle Plage! Müh’ ohne Zweck! Das beste Schwert, das je ich geschweißt, nie taugt es je zu der einzigen Tat! Ich tapp’re und hämm’re nur, weil der Knabe es heischt: er knickt und schmeißt es entzwei, und schmäht doch, schmied’ ich ihm nicht!