Eine Kaiserin muss glänzen

Lyrics: Michael Kunze Music: Sylvester Levay Erzherzogin Sophie:Wo ist die Kaiserin? Gräfin Esterházy-Liechtenstein: Sie schläft noch, Hoheit! Sophie : Dann wird es höchste Zeit, sie aufzuwecken! Sophie: Die Kaiserin ist noch sehr jung. Sie braucht noch manche Förderung. Zeit, dass sie lernt, was sich gehört. Zeit, dass sie jemand lehrt, sich zu fügen. Sie ist verbauert ganz und gar. Hofdamen: Ganz recht! Sophie: Nimmt ihre Pflichten hier nicht wahr. Hofdamen: Sehr schlecht! Sophie: Hat das Gehorchen nicht geübt, ist in sich selbst verliebt und nicht streng mit sich. Eine Kaiserin muß glänzen im Bewusstsein ihrer Pflichten. Muss die Dynastie ergänzen und verzichten. Hofdamen: In der Tat! Elisabeth : Was ist denn los? Sophie: Mein Kind, man schläft hier nicht so lang. Elisabeth: Warum? Sophie: Ich dulde keinen Müßiggang! Elisabeth: Ich war so müde Sophie: Um fünf Uhr früh beginnt der Tag, pünktlich beim Glockenschlag jeden Morgen. Elisabeth: Aber Franz Joseph hat mit gesagt, ich sollte mich heut’ mal ausruhn. Sophie: Ausruhn wovon? Ich hab’ ihn gefragt. Ich weiss, dass du dich heut’ Nacht geschont hast.
Sophie: Das sagte ich auch. Elisabeth: Er würde mich nicht an Sie verraten! Sophie: Vor mir hält mein Sohn gar nichts geheim. Elisabeth: Das ist nicht wahr! _Dann frag ihn doch selber___ _Das werd’ ich Sophie: Er kam mit mir her! Glaub mir, mein Kind, ich mein es gut. Elisabeth:Natürlich Sophie: Ich wünsche keinerlein Disput Elisabeth:Ich auch nicht Sophie:Richte dich nach dem Zeremoniell, Dann bin ich schnell mit dir zufrieden. Ich will heut’ reiten GE-L:Wie ordinär!Und zu riskant! Sophie:Man trabt als Kais’rin nicht umher GE-L:Wie degoutant! Elisabeth:Warum den nicht? Sophie:Weil man nicht soll was nach dem Protokoll streng verboten ist. Eine Kaiserin muß glänzen Im Bewusstsein iher Pflichten. Muss die Dynastie ergänzen Und verzichten. Zeig mir mal deine Zähne her! GE-L:Aus gutem Grund. Elisabeth: Die Zähne? Sophie: Ja! Ist das so schwer? GE-L: Öffnen Sie den Mund! Sophie: Die sind zu gelb, das darf nicht sein. Elisabeth: Bin ich ein Pferd? Sophie: O nein! Jedoch ein Vorbild. Elisabeth: Sie kritisier’n an mir nur herum. Was ich auch will, ist verboten. Sophie: Ich will, dass du zur Kaiserin wirst. Du bist noch nicht gezähmt und gezogen! Elisabeth: Ich glaub’, Sie sein nur neidisch auf mich... _Neidisch auf dich Das ist wirklich komisch! _Ich will___ Sophie: Lern’ erst mal bescheiden zu sein. _Ich möchte___ _Nein! Elisabeth: Hilf mir, Franz Joseph! Sieh, wie deine Mutter mich quält! Sophie: überlass sie mir, mein Sohn! Elisabeth: Sie quält mich, Sophie:Ich erzieh, ich erzieh sie schon. Elisabeth: sie sperrt mich ein! Sophie:überlass sie mir, mein Sohn! Elisabeth:Hilf mir, Sophie:Ich erzieh sie schon Elisabeth:lass mich nicht allein! Franz Joseph: Vergiss den Stolz Steh mir zur Seite Es wär’ besser für uns beide Wenn du dem Rat von meiner Mutter folgst