Music: Wolfgang Amadeus Mozart
(Die Thüre wird aufgemacht; Tamino, Pamina umarmen sich.)
PAMINA
Tamino mein! O welch ein Glück!
TAMINO
Pamina mein! O welch ein Glück!
Hier sind die Schreckenspforten,
Die Noth und Tod mir dräun.
PAMINA
Ich werde aller Orten
An deiner Seite seyn.
Ich selbsten führe dich;
Die Liebe leite mich!
(nimmt ihn bey der Hand)
Sie mag den Weg mit Rosen streu'n,
Weil Rosen stets bey Dornen seyn.
Spiel du die Zauberflöte an;
Sie schütze uns auf unsrer Bahn;
Es schnitt in einer Zauberstunde
Mein Vater sie aus tiefstem Grunde
Der tausendjähr'gen Eiche aus
Bey Blitz und Donner, Sturm und Braus.
Nun komm, und spiel' die Flöte an.
Sie leitet uns auf grauser Bahn.
TAMINO, PAMINA, ZWEY GEHARNISCHTE
Wir wandeln / Ihr wandelt durch des Tones Macht
Froh durch des Todes düstre Nacht.
Wir wandeln / Ihr wandelt durch des Tones Macht
Froh durch des Todes düstre Nacht.
(Die Thüren werden nach ihnen zugeschlagen; man sieht Tamino und Pamina wandern;
man hört Feuergeprassel, und Windegeheul, manchmal den Ton eines dumpfen Donners, und Wassergeräusch.