炉心融解

Straßenlichter, so prächtig Äthernarkose, ihre Kälte Kann nicht schlafen, es ist zwei Uhr Alles ändert sich so schnell Ein Feuerzeug ohne Benzin Mein Magen brennt lodernd heiß Wenn alles nur Lüge wäre Wäre das doch so wunderbar Ich träumte, ich hielt deinen Hals fest Ein Nachmittag, wo Licht überfließt Ich sah, wie deinen dünnen Hals sanft zuckte Mit Augen, die so gleich zu weinen schienen Im Fusionsreaktor Ich möchte hineinspringen, glaube ich Umhüllt von reinem blauen Licht, so schön Im Fusionsreaktor Wenn ich hineinspringe, dann wird es so Ich fühle, alles wird dann so verziehen sein Jenseits der Veranda, dort Das Geräusch von Treppensteigen Der Himmel wird dunkler jetzt Fällt aufs Glas, in den so dunklen Raum Die Dämmerung breitet aus Die Sonne rot wie geschwollene Augen Langsam, ganz langsam, so wie es schmilzt Die Welt stirbt so ganz langsam, Stück für Stück Ich träumte, ich hielt deinen Hals fest Vorhänge, die im Frühlingswind wehen Aus meinen trocknen, rissigen Lippen Die Worte fallen wie Seifenblasen Im Fusionsreaktor Ich möchte hineinspringen, glaube ich Mein Gedächtnis schmilzt weiß und verschwindet Im Fusionsreaktor Wenn ich hineinspringe, so wie früher einmal Ich fühle, ich kann dann schlafen gehen Die Sekundenzeiger, sie Und die Moderatoren im TV Jemand, der da ist, den man so nicht sehen kann Ihr Lachen sättigt ganz so und hallt wider Allegro agitato Das Ohrgeräusch hört so nie auf, nie Allegro agitato Das Ohrgeräusch hört so nie auf, nie Ich träumte, alle Menschen verschwanden Die Weite und Stille meines Zimmers in der Nacht Es drückt mir auf die Brust Ich kann nicht mehr so richtig atmen jetzt Im Fusionsreaktor Wenn ich hineinspringe, dann wird es so Ich werde so verschwinden, wie im Schlaf dann Der Morgen ohne mich, er Wird so viel schöner als es heute ist Alle Zahnräder greifen ineinander Das ist die Welt, die sein soll