Lyrics: Lin-Manuel Miranda Music: Lin-Manuel Miranda Aaron Burr: Wie wird ein Bastard, der vom Schoß einer trostlosen Dirne kroch Aus ’nem gottverdammten verlor’nen Loch in der Karibik Ohne Titel, ohne Mittel, ohne Werte Am Ende doch ein Held und ein Gelehrter? John Laurens: Der Zehn-Dollar-Gründervater ganz ohne Vater war ein Weltplaner War hungrig und strebsamer, war einfach ’n Tick smarter War ein echter Durchstarter und schon Chef ’Ner Handelsfirma, als er 14 Jahr’ war Thomas Jefferson: Und täglich sah er, wie sie Sklaven schlachten, verfrachten wie Vieh Aber er schwieg und zeigte nie, was er dachte In ihm wuchs der Wunsch, bei was Größerem mitzumachen Der Bruder hätte gebettelt, geräubert für seine Sachen James Madison: Doch ein Hurricane kam und kannte kein Erbarm’ Und er stand im Regen tropfennass und bettelarm Hielt den Stift an seinen Kopf, verband den Kopf mit seinem Herz Schrieb seinen ersten Vers, ein Testament für seinen Schmerz Aaron Burr: Sein Talent sprach sich rum, sie sagten: „Der Typ ist echt krank“ Machten ’ne Kollekte und vercheckten ihn ans Festland Du willst was bewegen, willst studier’n und Respekt? Dann sag allen erstmal, wie du heißt Wie ist dein Name, Mann? Alexander Hamilton: Alexander Hamilton Man nennt mich Alexander Hamilton Hab mir Millionen Dinge vorgenomm’n Doch wartet’s ab, wartet’s ab Eliza Hamilton: Er sieht mit zehn den Vater geh’n, sagt dem Mistkerl danke Zwei Jahre später sind er und die Mutter schwerkrank und halbtot Ihre Augen blutrot und gelblich Und Alex hielt durch doch seine Mutter tat’s nicht George Washington: Lebte bei ’nem Vetter, bis der sich dann selbst das Leben nahm Als er von Leid umgeben war, keinen Weg mehr sah Hörte er sich: Alex, sorg für dich selber, verdammt Er zog sich zurück und zückte dann jedes Schriftstück aus dem Schrank Aaron Burr: Denn hätt’ er nicht so ’n Talent, wär schon seit längerem Endstation So ’n Penner, den keiner kennt, doch ohne auch nur einen Cent als Lohn Twenty-four-seven scheffelt er mehr Cash für sein’n Hausherrn Handelt Zuckerrohr und Rum und währenddessen klaut und er- -gaunert er jeden Band, den er in seine Hand kriegt Dauernd auf der Suche nach Ideen, unser Mann sticht in See Unbeirrt geht er grade an Bord Sein neues Leben liegt in New York Ensemble: In New York you can be a new man Alexander Hamilton: Wartet’s ab Ensemble: In New York you can be a new man Alexander Hamilton: Wartet’s ab Ensemble: In New York you can be a new man In New York, New York Alexander Hamilton: Wartet’s ab Ensemble: Alexander Hamilton Gleich, wohin dich alle Winde bring’n Du bist immer zu weit getrieben von der eig’nen Zeit Alexander Hamilton Wenn Amerikas Kinder sing’n Wissen sie, was du auf dich nahmst? Wissen sie, was du für sie tatst? Die Welt wird nie mehr, wie sie war Aaron Burr: Sein Schiff macht grad im Hafen fest, sie ziehen an den Trossen Männer: Wartet’s ab Aaron Burr: Ein Immigrantenkind geboren in den Gossen Männer: Wartet’s ab Aaron Burr: Sein Land hat seinen Ruf mit lauter Lügen übergossen James Madison & Thomas Jefferson: Wir kämpften mit ihm John Laurens: Ich, ich starb für ihn George Washington: Ich vertraute ihm Eliza, Angelica & Peggy: Ich, ich liebte ihn Aaron Burr: Und ich war sein Freund und erschoss ihn2 Ensemble: Hab mir Millionen Dinge vorgenomm’n Doch wartet’s ab Aaron Burr: Wie ist dein Name, Mann? Ensemble: Alexander Hamilton