Music: Richard Strauss
Mord! Mord! Mein Blut! Zu Hilfe! Mörder! Mörder! Mörder!
Ich hab' ein hitzig' Blut! Um Ärzt', um Leinwand! Verband her!
Um Polizei! Ich verblut' mich auf eins, zwei, drei!
Aufhalten den! Um Polizei! Um Polizei!
Den haut's z'samm! den haut's z'samm! Spinnweb' her! Feuerschwamm! Reisst's ihm den Spadi weg! Schlagt's ihn tot auf'm Fleck!
Der junge Kavalier und die Fräulein Braut, versteht's? waren im Geheimen schon recht vertraut, versteht's?
G'stochen is einer?/Alles geht durcheinand'!
Wer? Der dort? Der fremde Herr?/Furchtbar war's, wie ein Blitz,
Welcher? der Bräutigam?/wie er's erzwungen hat!
Packt's den Duellant z'samm!/Ich spür' nur seine hand,
Welcher is der Duellant?/die mich umschlungen hat!
Der dort im weissen G'wand!/Ich verspür' nichts von Angst,
Wer? Der Rosenkavalier?/ich verspür nichts von Schmerz,
Wegen was denn? Wegen ihr!/nur das Feuer, seinen Blick
Angepackt! Niederg'haut!/
Wegen der Braut?/
Wegen der Liebschaft!/
Wütender Hass is!/
Schaufs nur die Fräulein an,/
Schaut's, wie sie blass is'!/durch und durch, bis ins Herz!/So ein fescher Herr! So ein gross Malheur! So ein schwerer Schlag! So ein Unglückstag!/Wer mir zu nah kommt, der lernt beten! Was da passiert ist, kann ich vertreten!
Ich kann ein jedes Blut mit Ruhe fliessen sehen, nur bloss das meinig' nicht! Oh! Oh! So tu' Sie doch was G'scheit's, so rett' Sie doch mein Leben! Oh! Oh!
Leinwand her! Verband machen! Fetzen aus'm Gewand machen! Vorwärts,
keine Spanponaden! Leinwand her für Seine Gnaden!
Liebster!/Liebste!
Der junge Kavalier und die Fräulein Braut, Gnaden, waren im Geheimen schon recht vertraut, Gnaden! Wir voller Eifer für'n Herrn Baron, Gnaden, haben sie betreten in aller Devotion, Gnaden!
So ein fescher Herr! So ein gross' Malheur, so ein schwerer Schlag, so ein Unglückstag!
Herr Schwiegersohn! Wie ist Ihm denn?
mein Herr und Heiland! Dass Ihm in mein' Palais das hat passieren müssen!
Gelaufen um den Medikus! Geflogen! Meine zehn teuren Pferd' zu Tod gehetzt!
ja hat denn niemand von meiner Livree dazwischenfahren mögen!
Füttr' ich dafür ein Schock baumlange Lackeln,
dass mir solche Schand' passieren muss in meinem neuchen Stadtpalais!
Hätt' wohl von Euer Liebden eines andern Anstands mich versehn!
Oh! Oh!
Oh! um das schöne freiherrliche Blut, was auf den Boden rinnt! O pfui! So eine ordinäre Metzgerei!
Hab' halt so ein jung und hitzig Blut, ist nicht zum Stillen! Oh!
War mir von Euer Liebden hochgräflichen Gegenwart allhier wahrhaftig einer andern Freud' gewärtig!