Music: Carl Orff
Gesegnet seiest du, und dieses Wegs
Mag besser dich als mich ein Geist geleiten.
O Kinder, wo seid ihr wohl? kommt hieher, kommt
Zu meinen brüderlichen Händen, ihr,
Beweinen muß ich euch, kann euch nicht ansehn,
Wenn ich den Rest des trüben Lebens denk
Und wie Gewalt ihr leiden müßt von Menschen.
Doch wenn ihr nun zum Gipfel kommt der Hochzeit,
Wer wird es sein? wer wirft hinweg die Kinder,
Nimmt an den Schimpf und so, wie meinen Eltern
Und euch sie kommen, die Beleidigungen?
Denn welches Übel fehlt nicht? Euren Vater
Ermordete der Vater, die Gebärerin
Hat er gepflügt, von der er selbst gesäet ward,
Und von denselben zeugt' er euch, von denen
Er selbst gekommen. So seid ihr beschimpft.
Und so, wer mag euch freien? keiner wird's,
Ihr Kinder, sondern sicher ist es, dürre
Vergehen müsset ihr und ohne Hochzeit.
O Sohn Menökeus'! aber, da allein du
Als Vater ihnen übrig bist, denn wir,
Die sie gezeugt, ein Paar, sind untergangen,
Verachte nicht die armen männerlosen
Verwandten Irrenden; du wirst sie nicht
Gleichstellen diesen meinen Übeln, wirst dich
Möcht ich noch vieles mahnen. Jetzt gelobt mir,
Was immer leben muß, und daß ihr leichter
Wollt leben als der euch gezeugt, der Vater.