Oedipus der Tyrann:Act V: Gesegnet seiest du (Oedipus)

Music: Carl Orff Gesegnet seiest du, und dieses Wegs Mag besser dich als mich ein Geist geleiten. O Kinder, wo seid ihr wohl? kommt hieher, kommt Zu meinen brüderlichen Händen, ihr, Beweinen muß ich euch, kann euch nicht ansehn, Wenn ich den Rest des trüben Lebens denk Und wie Gewalt ihr leiden müßt von Menschen. Doch wenn ihr nun zum Gipfel kommt der Hochzeit, Wer wird es sein? wer wirft hinweg die Kinder, Nimmt an den Schimpf und so, wie meinen Eltern Und euch sie kommen, die Beleidigungen? Denn welches Übel fehlt nicht? Euren Vater Ermordete der Vater, die Gebärerin Hat er gepflügt, von der er selbst gesäet ward, Und von denselben zeugt' er euch, von denen Er selbst gekommen. So seid ihr beschimpft. Und so, wer mag euch freien? keiner wird's, Ihr Kinder, sondern sicher ist es, dürre Vergehen müsset ihr und ohne Hochzeit. O Sohn Menökeus'! aber, da allein du Als Vater ihnen übrig bist, denn wir, Die sie gezeugt, ein Paar, sind untergangen, Verachte nicht die armen männerlosen Verwandten Irrenden; du wirst sie nicht Gleichstellen diesen meinen Übeln, wirst dich Möcht ich noch vieles mahnen. Jetzt gelobt mir, Was immer leben muß, und daß ihr leichter Wollt leben als der euch gezeugt, der Vater.